Wenn Wunderbäumchen den Heiligen Geist atmen

Liebe «Stadtleben»-Interessierte

Ich bin seit Jahren ein grosser Fan von Wunderbäumchen. Ausser Schokolade habe ich alle erhältlichen Duftrichtungen im Auto schon am Rückspiegel angebracht. Mein heimlicher Favorit: die Duftnote «New Car», mit dem unser altgedienter und liebevoll gepflegter Toyota wie frisch ab Werkstatt riecht. Einfach günstiger.

Wunderbäume unter dem Namen «Little Trees» existieren bereits seit 1951, erfunden von Julius Sämann, einem deutsch-jüdischen US-Emigranten. Eine lange Zeit also, trotzdem wird der Wunderbaum von vielen Zeitgenossen falsch bedient. So geht es richtig: Der kleine Baum sollte niemals(!) vollständig aus der Plastikhülle entfernt, sondern darin belassen werden. Die Hülle nur leicht öffnen, damit der Duft über längere Zeit göttlich entweichen kann.

Der Wunderbaum ist so eine schöne Meditation über den heiligen Geist, der ja auch nicht wie ein Tornado am Werk ist, sondern leise und beständig das Gute aussendet und die Welt verändert.

Schönes Bild, oder? Wäre ich Religionslehrer, ich würde vielmehr mit Wunderbäumen statt trockener Theorie arbeiten. Oder gleich eine neue Duftrichtung «Weihrauch» produzieren lassen. Sollte uns eines Tages tatsächlich der Ministranten-Nachwuchs ausgehen, so liessen sich immer noch Wunderbäume in der Kirche aufhängen.

Noch sind wir aber alle voll im Saft, was der Ausblick auf die Veranstaltungen des Fasnachts– und Fastenmonats Februar beweist. Die Fastenzeit ist ein guter Anlass, sich mit dem Reichtum der Mystiker zu beschäftigen. Motto: Mit weniger tiefer ins Leben eintauchen. Guthirt lädt mit einer Veranstaltungsserie dazu ein.

Entsagung ist ein Luxus, wenn man diese wählen kann. Unfreiwillig wie bei der Armut geht es an die seelische Substanz, bei immer mehr Menschen. Ein Vortrag der Caritas Zürich in St. Josef zeigt die breitere Dimension von Armut auf.

Es scheint unvermeidlich, dass relativer Wohlstand mit Hektik und Unruhe verbunden ist. Festivals wie «Stilles Zürich» sind daher Gold wert, um den Pegel etwas zu senken. Wir sind seit Jahren Sponsorin des Festivals und mit einem Klassiker, der «3:33 Weiler»-App-Tour, mit dabei.

Ob es im Paradies dannzumal ruhiger ist? Ruhiger als in der Stadt morgens um 08:03 Uhr? Die Gedanken sind frei. Theologisch-spirituelle Gedanken zum Paradies stellt man sich in Heilig Geist.

Von den Himmelschören ist in kirchlichen Schilderungen oft zu lesen. Das klingt verheissungsvoll. Um in einem unserer Kirchenchöre dabei zu sein, brauchen Sie kein Engel zu sein. Solange Ihr Gesang nicht höllisch durch Mark und Bein geht, sind Sie immer willkommen.

Ansonsten passt die neue Serie «Filmimpuls» von St. Josef zu Ihnen. Denn grosse Filme verstehen es, Fragen und Sehnsüchte zu formulieren, die alle Menschen betreffen, umso mehr bei Katastrophenfilmen – denn da steckt mehr dahinter, wie der Vortragsabend zeigt.

«Christ sein – jetzt!?» ist der provokante Titel der Vortragsserie in Erlöser. Im Mittelpunkt stehen Fragen zu Kirche, Gott und Jesus, Himmel und Hölle. Das ganz normale katholische Leben eben.

… noch wegen den Wunderbäumen: Der erste Wunderbaum war ein simpler poröser Karton, mit Kiefernnadelöl getränkt. Für einen Milchfahrer, dessen Wagen permanent nach verschütteter bzw. saurer Milch roch.

Einen guten Riecher für die Spur des Lebens wünscht Ihnen

Oliver Kraaz

Kommunikationsleiter
Katholisch Stadt Zürich

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Sonntag, 1. Februar 2026, 14.30 Uhr
Musik in St. Franziskus Konzert
Ort: Pfarrei St. Franziskus, Saal

Montag, 2. Februar 2026, 14.00 Uhr
Erzählcafè
Ort: Pfarrei St. Katharina, Pfarreizentrum

Montag, 2. Februar 2026, 18.00 Uhr
Kochen rund um die Welt
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Montag, 2. Februar 2026, 19.30 Uhr
Kontemplation
Ort: Ref. Kirche Höngg

Mittwoch, 4. Februar 2026, 14.00 Uhr
Der Froschkönig (Reisetheater-Märchenaufführung)
Ort: Pfarrei Bruder Klaus, Pfarreizentrum

SMittwoch, 4. Februar 2026, 19.00 Uhr
Lesezeichen Guthirt
Ort: Pfarrei Guthirt

Montag, 9. Februar 2026, 9.00 Uhr
Kindertagesferien KiTaFe
Ort: Pfarrei St. Konrad

Donnerstag, 12. Februar 2026, 19.00 Uhr
Bibel lesen mit Rabbi Eli
Ort: Pfarrei Erlöser, Pfarreizentrum

Sonntag, 15. Februar 2026, 12.15 Uhr
Essensharing für Jugendliche und junge Erwachsene
Ort: Pfarrei Herz Jesu Oerlikon, Pfarreizentrum

Mittwoch, 18. Februar 2026, 17.00 Uhr
Hungertuch Gestalten
Ort: Pfarrei Dreikönigen, Kirchgemeindehaus

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