Vorsätze 2026: Für den Muskel des Glaubens

Mit jedem neuen Jahr kommen die kernigen Vorsätze. Meist drehen sie sich ziemlich eindimensional um körperliche Fitness und nicht selten ist es damit nach dem ersten Muskelkalter auch schon wieder vorbei. Unsere Tipps für Vorsätze gehen tiefer – und sind wohl auch etwas nachhaltiger.

«Der Glaube, die Beziehung zu Gott, sind eine enorme Kraftquelle. Doch auch dieser «Muskel» will gestärkt und gepflegt sein», meint Franco Luzzatto, Pfarrer St. Felix und Regula und Dekan der Stadt Zürich.

Franco Luzzatto, Dekan und Pfarrer St. Felix und Regula (Zürich-Hard)

Er schlägt für das «Training» dazu folgende sechs Übungen vor, die einfach anzuwenden sind, aber doch ihre Wirkung haben.

  • Beim Aufstehen: Ich starte den Tag dankbar und öffne mich für die göttliche Kraft, die mich durch alles trägt.
  • Beim Blick in den Spiegel: Ich erkenne das Licht in mir – ein Zeichen von Gottes Gegenwart in meinem Leben.
  • Beim Essen: Ich spüre bewusst, dass jede Mahlzeit ein Geschenk ist, das mich an Gottes Güte erinnert.
  • Beim Begegnen anderer Menschen: Ich sehe in jedem Menschen etwas von Gott.
  • Beim Ausruhen: Ich lasse los, was mich belastet, und finde Ruhe in Gottes Nähe.
  • Vor dem Schlafengehen: Ich danke für alles, was heute war, und vertraue darauf, dass Gott auch in der Nacht bei mir ist.

Wie bei jedem Training gilt auch hier: Dranbleiben, Ausdauer zeigen und sich nicht zu stark unter Druck setzen lassen. wie stellte schon die Hl. Katharina von Siena (1347 – 1380) fest:

«Das Beginnen wird nicht belohnt, einzig und allein das Durchhalten.»

Zurück