Kirchliche Sozialberatung: Wenn Hilfe neue Perspektiven eröffnet

Seit über 15 Jahren unterstützt unsere Pfarrei St. Franziskus (Zürich-Wollishofen) Menschen in schwierigen Lebenssituationen. Die kostenlose Sozialberatung hilft bei familiären Krisen, finanziellen Sorgen und persönlichen Notlagen. Jorge Montoya-Romani erklärt, warum diese Arbeit für die Menschen, das Quartier und die Kirche wichtig ist.

Häusliche Gewalt, psychische Krisen, Schulden oder Einsamkeit: Auch in Wollishofen geraten Menschen in Situationen, die sie kaum allein bewältigen können. Oft kommen mehrere Probleme zusammen. Hilfe zu suchen, kostet viele Betroffene Überwindung.

Die Pfarrei St. Franziskus in Wollishofen ist eine gefragte Anlaufstelle

Die Sozialberatung bietet professionelle Unterstützung – kostenlos, mehrsprachig und unabhängig von Alter, Herkunft oder Religion.«Wer zu uns kommt, hat oft schon einen langen Weg hinter sich», sagt Jorge Montoya-Romani. «Es braucht Mut, über persönliche Schwierigkeiten zu sprechen und Vertrauen aufzubauen.»

Zuhören und gemeinsam Lösungen finden
Die Anliegen sind vielfältig: Eine Mutter sucht Schutz vor häuslicher Gewalt, ein junger Mensch möchte nach einer psychischen Krise eine Ausbildung beginnen oder eine ältere Person benötigt Hilfe bei finanziellen Ansprüchen.

Die Beratung beginnt mit dem Zuhören. Gemeinsam mit den Betroffenen klärt Montoya-Romani die Situation und sucht nach passenden Lösungen. Er unterstützt bei sozialen und finanziellen Fragen, vermittelt Fachstellen und hilft, die nächsten Schritte zu planen.

Jorge Montoya-Romani, Sozialberater St. Franziskus

Manchmal geht es darum, Ansprüche geltend zu machen, Schulden zu ordnen oder in einer familiären Krise Unterstützung zu finden. Entscheidend ist, die Menschen zu stärken, damit sie ihren eigenen Weg weitergehen können.

Eine Ergänzung zum öffentlichen Sozialwesen
Die kirchliche Sozialberatung ersetzt keine staatlichen Leistungen oder spezialisierten Fachstellen. Sie ergänzt bestehende Angebote und hilft, sich im Hilfesystem zurechtzufinden.

Wenn nötig, vermittelt sie Kontakte zu Opferhilfe, Schuldenberatung oder anderen sozialen Diensten. Besonders wichtig ist dabei, dass die Betroffenen mit ihren Sorgen ernst genommen werden und eine verlässliche Anlaufstelle finden.

Diakonie im Alltag leben
Für Montoya-Romani ist die Sozialberatung Ausdruck christlicher Nächstenliebe. Im Mittelpunkt stehen die Würde jedes Menschen, Solidarität und Selbstbestimmung. «Diakonie bedeutet für mich, den Menschen in seiner ganzen Würde zu sehen – unabhängig davon, woher er kommt, woran er glaubt oder in welcher Situation er sich befindet», sagt er.

«Seit 2014 engagieren wir uns als Sozialtätige im pfarreilichen Kontext. Mit unserer PFASOZ, der Fachstelle für pfarreiliche Soziale Arbeit, wollen wir insbesondere die soziale Diakonie aktiv leben und stärken. Unsere Sozialberatung soll dabei beispielhaft zeigen, wie professionelle Soziale Arbeit in den Pfarreien gestaltet und umgesetzt werden kann», ergänzt Montoya-Romani.

Eine Kirche, die für Menschen da ist
Nicht jedes Problem lässt sich sofort lösen. Doch professionelle Beratung und persönliche Begleitung können neue Perspektiven eröffnen und Menschen helfen, Krisen zu bewältigen.Die Sozialberatung zeigt, wie christliche Werte im Alltag konkret werden: durch Zuhören, praktische Hilfe und die Achtung der menschlichen Würde.

So ist die Kirche nicht nur ein Ort des Glaubens, sondern auch eine Anlaufstelle für Menschen in schwierigen Lebenslagen. Sie begleitet, vermittelt Unterstützung und hilft dabei, neue Wege zu finden.

Pfarreiliche Sozialberatung Wollishofen

Persönliche Beratung bei sozialen, familiären und finanziellen Schwierigkeiten. Das Angebot ist kostenlos und mehrsprachig und steht den Pfarreiangehörigen, aber auch anderen Bewohner:innen Wollishofens unabhängig von Alter, Religion und Nationalität, zu Verfügung.
 
Kontakt: Sozialarbeit – Pfarrei St. Franziskus Zürich

Weitere ausserkirchliche Anlaufstellen finden Sie bei uns auf der Seite SOS.

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